„MEMORIES“ richtet den Blick auf Porträts von Menschen, die zu kulturellen Ikonen geworden sind – Gesichter, die unser kollektives Gedächtnis formen. Im Zentrum steht nicht die Abbildung, sondern der Resonanzraum von Erinnerung und Projektion: Wie sehen wir Personen, denen wir nie begegnet sind, die wir jedoch aus Medien, Symbolik und Geschichte zu kennen glauben?
Die Serie akzentuiert die Spannung zwischen öffentlicher Rolle und innerer Wirklichkeit. Die ikonischen Gesichter tragen Anmutung von Stärke, Mut und Strahlkraft – zugleich zeigen sie Spuren von
Verletzlichkeit und Zweifel. Diese Gleichzeitigkeit wird nicht dramatisiert, sondern als menschliche Wahrheit lesbar, die zwischen Mythos und Persönlichkeit oszilliert.
Malerisch nutzt die Künstlerin verwandte Mittel wie in „PRESENCE“, verschiebt jedoch den Fokus: spontane, kraftvolle Pinselzüge öffnen Zonen der Fragmentierung und Bewegung; zarte Linien und transparente Schichten legen feine Nuancen unterhalb der Oberfläche frei. Das Vertraute erscheint zugleich anders – zusammengesetzt aus Erinnerung, Medienbild und innerer Vorstellung. „MEMORIES“ zeigt damit, wie sich ein Gesicht über Zeit verändert: im Fluss von Geschichte, Rezeption und kollektiver Wahrnehmung.
So wird die Vision der Künstlerin konkret: Kunst als Gegenraum zur Reizüberflutung, der hilft, stumme Signale neu zu verstehen. Die Porträts eröffnen eine kritische Nähe zu Ikonen – losgelöst von
Erwartung und Mythos, mit Blick auf die fragile Gleichzeitigkeit von Strahlkraft und Zerbrechlichkeit. Das Erleben dieser Portraits fordert genau jenes Lesen nonverbaler Kommunikation heraus, das
die Mission der Künstlerin formuliert.
Für Preisauskünfte, weiteres Bildmaterial und Visualisierung der Hängung in Ihrem Raum, nehmen Sie bitte Kontakt auf.