Ich male Porträts nicht als Abbild, sondern als Resonanzraum. Im Zentrum steht der Blick – jene stille, nonverbale Geste, die Beziehungen ordnet: Ein Blick kann Nähe anbieten oder eine Grenze markieren, Vertrauen öffnen oder Zurückhaltung signalisieren. Meine Malerei macht diese feinen Signale sichtbar und lädt dazu ein, sie bewusster zu lesen – im Bild wie im Leben. So wird Kunst wieder eine Resonanz zwischen Menschen.
Formal bewege ich mich zwischen Figur und Abstraktion. Kräftige Farbkombinationen, entschiedene Pinselzüge und transparente Schichten erzeugen ein vibrierendes
Feld, in dem Emotionen wie in Echtzeit aufscheinen. In der Reibung von Stärke und Zartheit entstehen Gesichter, die nicht fixieren, sondern antworten lassen – Dialog statt Urteil.
Meine Bilder sind ein Gegenentwurf zur flüchtigen Bilderflut. Sie verlangsamen den Blick, schärfen die Wahrnehmung für Nuancen: eine minimale Lidspannung, ein Kippen des Kopfes, ein Lichtreflex im Auge. Solche Details sind keine Dekoration – sie entscheiden, ob wir uns öffnen oder auf Abstand gehen.
Ich verstehe Malerei als Ethik des Blicks. Jedes Werk ist eine Einladung, aufmerksam und empathisch zu sehen: Grenzen wahrzunehmen, Präsenz zuzulassen, die eigene
Haltung zu prüfen. Wenn wir diese Sprache ohne Worte wieder lernen, verändern sich Begegnungen – privat wie öffentlich. Genau darum male ich: um Räume zu öffnen, in denen aus Sehen Begegnung wird
und unser Miteinander spürbar gewinnt.
„Ich möchte, dass Kunst wieder als Resonanzraum zwischen Menschen funktioniert: Bilder, die uns erinnern, Blicke wahrzunehmen und zu verstehen – jenseits von Reizüberflutung. Wenn wir stumme Signale begreifen, verändern sich Begegnungen im Privaten wie im Öffentlichen.“
Zwischen Briefings und Bildschirmen begann Gerti Landwehr als Grafikdesignerin – präzise, ehrgeizig, mit klaren eigenen Vorstellungen. Anfangs prallten ihre Ideen am Vorgesetzten ab, doch die Entwürfe überzeugten Kunden und Kollegen so nachhaltig, dass sich der Blick auf ihr Talent drehte. Worte waren nie ihr Terrain; Bilder schon. Nachts visualisierte sie, was sich nicht aussprechen ließ – und ließ ihre Arbeit sprechen.
Aus dieser Erfahrung entstand eine Haltung: Porträts als Resonanzraum für das Unsagbare. Gerti konzentriert alles auf den Blick – Augen, die Nähe statt Pose suchen,
stumme Signale sichtbar machen und echte Begegnung ermöglichen. Wenn etwas zu glatt gerät, übermalt sie bewusst: aus Klarheit, nicht aus Zweifel. So entstehen Gesichter, die nicht bloß abbilden,
sondern antworten.
„Ich male Blicke, die zurückreden.“
Warum das zählt? Weil eine Gesellschaft verarmt, wenn wir einander nicht mehr wirklich ansehen. Inmitten von Tempo, Reizüberflutung und schnellen Urteilen erinnert ihre Malerei daran, was Menschsein ausmacht: wahrnehmen, antworten, sich berühren lassen. So wird aus Grafikroutine eine eigene künstlerische Stimme – und aus Bildern ein Gespräch, das uns wieder authentisch zueinander bringt.
Heute lebt und arbeitet Gerti Landwehr als freischaffende Künstlerin in Österreich. Seit einigen Jahren sind ihre Werke erfolgreich in Galerien, in
Einzelausstellungen und auf Kunstmessen im In- und Ausland präsent – erstmals auch in einem Auktionshaus. Verkäufe und Nachfrage entwickeln sich kontinuierlich positiv; besonders Sammler schätzen
die Konsequenz ihrer Porträtposition. Der Zuspruch bestätigt, dass das Imaginäre eine reale Kraft besitzt, die Menschen berührt und Begegnungen verändert – jenseits der Reizüberflutung des
Alltags.
"Die Rückmeldungen meiner Kunden spiegelt wieder, wie meine Arbeiten im persönlichen Erleben wahrgenommen werden."
Gesammelt aus echten Begegnungen mit meinen Arbeiten